Als Schwangerschaftsdiabetes (auch Gestationsdiabetes genannt) wird jeder in der Schwangerschaft neu diagnostizierte Diabetes bezeichnet.In der Regel bildet sich der Schwangerschaftsdiabetes nach Entbindung vollkommen zurück. Durch die Wirkung der Schwangerschaftshormone, die teilweise als Gegenspieler des Insulins wirken, kommt es zu einem erhöhten Insulinbedarf. Bei Frauen, die diesen erhöhten Insulinbedarf selbst nicht ausgleichen können, kann es deshalb in der Schwangerschaft zu einem Ausbruch der Erkrankung kommen.

Leider haben Frauen, die einen Schwangerschaftsdiabetes entwickeln, ein Risiko von zirka 50 Prozent im Verlauf der nächsten 10 Jahre nach Entbindung einen Typ 2 Diabetes (T2DM) zu entwickeln. Das Risiko, in einer nachfolgenden Schwangerschaft erneut einen Schwangerschaftsdiabetes zu entwickeln, liegt ebenfalls um 50 Prozent. Bei Frauen, die während der Schwangerschaft Insulin spritzen mussten, ist das Risiko, einen Typ 2 Diabetes zu bekommen, noch höher: Hier entwickeln nach neuesten Forschungsergebnissen 61 Prozent der Frauen nach nur drei Jahren einen Diabetes.

Gerade diesen "Hochrisikopatientinnen" will das Institut für Diabetesforschung und die Forschergruppe Diabetes mit der PINGUIN Studie helfen.