Der Typ 2 Diabetes mellitus, oft auch als "Zuckerkrankheit" bezeichnet, nimmt in den "hochentwickelten" Teilen der Welt wie USA und Europa dramatisch zu. Dies hat mehrere Ursachen wie zum Beispiel den Nahrungsüberfluss von energiereichen und ballaststoffarmen Nahrungsmitteln kombiniert mit einem ständigen Rückgang der körperlichen Aktivität. Daher wird der Typ 2 Diabetes auch als Wohlstandserkrankung bezeichnet.
Bei dieser Form des Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse meist zu Beginn der Erkrankung genug oder sogar zu viel Insulin, aber der Körper kann es, aufgrund einer "Insulinresistenz", nicht richtig verwenden. Diese Insulinresistenz ist zum großen Teil durch Übergewicht und Bewegungsmangel bedingt. Im Anfangsstadium kann ein Typ 2 Diabetes manchmal allein durch Bewegung, gesunde Ernährung und Gewichtsabnahme sehr gut behandelt werden. Im weiteren Verlauf ist aber häufig aufgrund einer "Erschöpfung" der Insulin produzierenden Zellen die zusätzliche Einnahme von oralen Antidiabetika (Tabletten) und / oder Insulin erforderlich.
Symptome eines Typ 2 Diabetes kommen meist schleichend und leider wird die Krankheit oft erst nach Jahren diagnostiziert, wenn bereits unwiderrufliche Folgeerkrankungen (unter anderem Schäden an Herz, Niere und Nerven) vorliegen. Anzeichen können sein: schlecht heilende Wunden, Sehstörungen, Infektanfälligkeit, Müdigkeit, vermehrter Durst und häufiges Wasserlassen.